Auf der Grundlage der Zielvereinbarung erarbeitet die Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) zusammen mit dem Unternehmen einen Massnahmenkatalog zur Steigerung der Energieeffizienz und Reduktion der CO2-Emissionen.
Die Massnahmen umfassen ein Spektrum von einfachen, kostenlosen Verhaltensmassnahmen bis zu komplexen Projekten mit hohen Analyse- und Investitionskosten. Die daraus vorgeschlagenen Massnahmen folgen primär dem Kriterium der Wirtschaftlichkeit. Entscheidend ist eine maximale Payback-Zeit von weniger als vier Jahre für Produktion und Dienstleistungen und weniger als acht Jahre für Haustechnik und Gebäudehülle. Welche Massnahmen umgesetzt werden, entscheidet das Unternehmen selbst. Dies erlaubt die optimale Integration in die betrieblichen Abläufe und Anlagen. Eine Aufteilung der Massnahmen in Pakete mit unterschiedlichen Zeithorizonten zeigt die Prioritäten bei der Umsetzung auf.
Eine Liste mit möglichen Einsparpotenzialen bzw. Massnahmen zur Erreichung der vereinbarten Ziele finden Sie hier.
In Industrieunternehmen sind häufig durch Optimierungen im Produktionsprozess enorme Einsparungen im Energieverbrauch und damit Kostensenkungen möglich. Der Produktionsprozess ist aber meist ein komplexer Vorgang und viele Unternehmen haben Respekt davor, hier einzugreifen. Die EnAW bietet Hand für einen erfolgsversprechenden Weg – der Prozessoptimierung insbesondere der Prozessintegration mit der so genannten Pinch-Analyse. Mit der Pinch-Analyse werden die Prozesse als Gesamtsystem betrachtet. Wärmeeinsparungen von bis zu 40 Prozent sind je nach Branche möglich – mehr als 20 durchgeführte Pinch-Analysen bei Teilnehmern der EnAW belegen das. Je nach Fokus sind auch erhebliche Strom- oder Wassereinsparungen realisierbar.